Kategorie: Keimsprossen und Microgreens Saatgut
GEO ist die Marke eines italienischen Traditionsunternehmens, welches höchste Qualität auf biologisches und mikrobiologisch geprüftes Saatgut legt.
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Wissenswertes über Keimsprossen und Microgreens
Keimsprossen und Microgreens sind eine einfache Möglichkeit, mehr pflanzliche Vielfalt in den Alltag zu bringen. Sie lassen sich frisch anbauen, vielseitig verwenden und ergänzen eine ausgewogene Ernährung um wertvolle Inhaltsstoffe – ohne komplizierte Zubereitung oder aufwendige Planung.
Der Begriff „Keimsprossen“ wird im Alltag häufig als Sammelbezeichnung verwendet. Tatsächlich lassen sich jedoch verschiedene Entwicklungsstadien unterscheiden. Keimsprossen entstehen direkt nach dem Einweichen der Samen und werden meist im Keimglas gezogen. Sie werden als Ganzes verzehrt – inklusive Keimling und Samenschale.
Grünsprossen sind ältere Keimsprossen, bei denen sich bereits erste grüne Blattanteile gebildet haben. Auch sie werden in der Regel vollständig gegessen.
Microgreens unterscheiden sich davon vor allem durch ihre Anbaumethode. Sie werden nicht im Glas, sondern auf einer Keimschale oder einem Substrat gezogen und oberhalb der Wurzel abgeschnitten. Verzehrt werden Stängel und Keimblätter, nicht jedoch die Wurzel. Der Unterschied liegt somit weniger in der reinen Wachstumsdauer als in Anbauform, Ernte und Verzehr.
Herkunft, Lagerung und Handling
Alle unsere GEO-Keimsaaten stammen aus Italien. In der Originalverpackung sind sie je nach Sorte 1–3 Jahre haltbar (gemäss Packungsaufdruck). Die grossformatigen Doypacks sind wiederverschliessbar, die kleineren Probierbeutel sind nicht wiederverschliessbar, verfügen jedoch ebenfalls über ein langes Mindesthaltbarkeitsdatum und eignen sich ideal zum Kennenlernen neuer Sorten.
Keimsaaten sollten kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Saatgut sollte nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Mehr Infos zum richtigen Handling findest du einerseits sortenspezifisch unter „Keimdauer und Anleitung“ beim jeweiligen Produkt, andererseits im entsprechenden Artikel in unserem Wissensmagazin.
Die Anwendungshinweise auf der Packung können von den Angaben im Webshop leicht abweichen, da GEO teilweise andere Keimgeräte vertreibt.
Gesundheitliche Aspekte von Keimsprossen und Microgreens
Durch den vollständigen Verzehr liefern Keimsprossen von Natur aus Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe, welche unterschiedliche Aufgaben im Körper erfüllen und sich in ihrer Wirkung ergänzen.
Ballaststoffe sind unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel. Sie passieren den Dünndarm weitgehend unverdaut und entfalten ihre Wirkung vor allem im Dickdarm. Dort dienen sie als Nahrungsgrundlage für nützliche Darmbakterien und tragen zu einer normalen Verdauung bei. Eine ballaststoffreiche Ernährung wird mit einem besseren Sättigungsgefühl, einem stabileren Darmmilieu und einem ausgeglicheneren Stoffwechsel in Verbindung gebracht.
Besonders Hülsenfruchtsprossen wie Linsen, Kichererbsen oder Mungbohnen liefern relevante Mengen an Ballaststoffen. Auch Erbsensprossen und entsprechende Mischungen tragen sinnvoll zur pflanzlichen Ballaststoffaufnahme bei.
Sekundäre Pflanzenstoffe sind bioaktive Verbindungen, die Pflanzen zu ihrem eigenen Schutz bilden, etwa gegen UV-Strahlung, Schädlinge oder oxidative Belastungen. Für den Menschen sind sie keine klassischen Nährstoffe, können jedoch vielfältige biologische Prozesse beeinflussen.
Viele sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ, unterstützen körpereigene Schutzmechanismen oder beeinflussen Entzündungs- und Stoffwechselprozesse. Sie kommen ausschliesslich in pflanzlichen Lebensmitteln vor und gelten als ein wesentlicher Grund, warum eine abwechslungsreiche pflanzenbetonte Ernährung gesundheitlich empfohlen wird.
Während des Keimprozesses werden bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe aktiviert oder neu gebildet. Je nach Sorte kommen unterschiedliche Stoffgruppen vor: Kreuzblütler wie Brokkoli-, Radieschen-, Senf- oder Rucolasprossen enthalten unter anderem Glucosinolate, während Hülsenfruchtsprossen reich an Polyphenolen und Flavonoiden sein können.
Ballaststoffe wirken vor allem über den Darm und das Mikrobiom, während sekundäre Pflanzenstoffe ihre Effekte auf zellulärer und metabolischer Ebene entfalten. Zusammen tragen sie zu einer ausgewogenen Ernährung und zu langfristigem Wohlbefinden bei.
Keimsprossen und Microgreens sind eine sinnvolle Ergänzung zu frischem Gemüse und Obst, das mengenmässig vor allem Vitamine und Mineralstoffen bringt. Keimsprossen und Microgreens lassen sich leicht in bestehende Mahlzeiten integrieren, bringen Abwechslung auf den Teller und unterstützen eine pflanzenvielfältige Ernährung – ohne Verzicht und ohne komplizierte Regeln.
Häufig gestellte Fragen zu Keimsprossen und Microgreens
FAQ zu Sorten und Geschmack
Welche Keimsprossen und Microgreens sind für Anfänger besonders geeignet?
Grundsätzlich eignen sich alle Keimsaaten in meinem Sortiment auch für Einsteiger. Ich biete bewusst nur Sorten an, die sich in der Praxis als robust, zuverlässig und gut beherrschbar erwiesen haben und kleine Fehler beim Spülen, Abtropfen oder bei der Temperatur verzeihen. Viele davon keimen zudem schnell, was gerade am Anfang hilfreich ist, weil man rasch ein sichtbares Ergebnis hat und motiviert bleibt.
Sehr anspruchsvolle Keimsprossen, echte „Diven“ wie etwa Randensprossen, die bei nicht optimalen Bedingungen häufig nicht keimen und zu Frustration führen, habe ich bewusst nicht im Angebot. Zusätzlich macht es einen großen Unterschied, qualitativ gutes und mikrobiologisch geprüftes Saatgut zu verwenden, welches speziell für die Keimsprossen-Anzucht produziert wurde und dadurch eine hohe Keimrate aufweist.
Ein gut konstruiertes Keimglas oder Keimgerät erleichtert zudem die hygienische Anzucht und die Erfolgserlebnisse.
Welche Keimsprossen brauchen nicht viel Zeit?
Viele Sorten sind schon nach wenigen Tagen essbar. Generell wachsen Hülsensprossen wie Mungbohnen, Linsen, Adzuki, sowie Kichererbsen und grüne Erbsen recht zügig. Ein paar Tage länger brauchen Klee, Bockshornklee und Radieschen, gefolgt von Brokkoli, Senf, Kresse und Rucola die alle ungefähr nach 4-7 Tagen bereit sind. Etwas länger gedulden sollte man sich einzig bei Alfalfa, das man am besten erst ab Tag 6 erntet. Bei Microgreens kann man gut über mehrere Tage immer wieder ein Stück abernten, da die Pflänzchen einfach noch etwas weiterwachsen, während es im Keimglas irgendwann zu eng wird.
Welche Keimsprossen sind mild, welche scharf?
Mild sind häufig Hülsenfruchtsprossen wie Mungbohnen, Linsen, Kichererbsen, Adzukibohnen sowie grüne Erbsen. Auch Broccoli, Alfalfa, Klee und Sonnenblumen sind milde Sorten. Mild heißt aber nicht langweilig: Gerade diese Sorten lassen sich sehr breit kombinieren, auch für Kinder oder sensible Gaumen.
Scharf bis pikant sind Sprossen wie Senf, Radieschen, Kresse und Rucola. Die
Schärfe kann je nach Sorte und Anbaubedingungen variieren. Zudem kommt es sehr darauf an ob man die Sprossen isoliert zu sich nimmt oder z.B. mit Brot kombiniert, was ihre Schärfe meist deutlich reduziert.
FAQ zu Ernährung und Gesundheit
Sind Keimsprossen und Microgreens nährstoffreicher als Gemüse?
Meist nicht im Sinne von „pro Portion“ – weil Gemüse in deutlich größeren Mengen gegessen wird. Keimsprossen können pro 100 g durchaus interessante Nährstoffprofile haben, aber in der Praxis isst man häufig nur kleine Mengen. Darum sind sie am besten als Ergänzung zu Gemüse und Obst zu sehen, nicht als Ersatz. Punkten können sie vor allem mit den in ihnen enthaltenen speziellen sekundären Pflanzenstoffen, welche in den Keimsprossen in konzentrierter Form vorliegen. Viele von diesen Schutzstoffen kann man nur durch Keimsprossen oder Microgreens in relevanten Mengen aufnehmen, wenn man nicht zu teuren Nahrungsergänzungsmitteln greifen will. Ein Beispiel dafür sind die Senfölgycoside in den Keimsprossen von Kreuzblütlern wie Broccoli, Kohl, Radieschen, Rettich, Senf, Kresse, und Rucola.
Welche Keimsprossen enthalten besonders viele Ballaststoffe?
Besonders ballaststoffreich sind die Keimsprossen von Hülsenfrüchten. Dazu zählen typischerweise Linsen, Kichererbsen, Mungbohnen Adzuki und Erbsen. Auch Mischungen mit einem hohen Anteil an Hülsenfrüchten oder Körnern bringen meist mehr Ballaststoffe als reine „leichte“ Sorten. Auch die Hüllen der Keimsprossen liefern Ballaststoffe. Gleichzeitig gilt: Die verzehrten Mengen sind oft klein – der Effekt kommt vor allem über die Regelmäßigkeit und Kombination mit anderen ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Nüssen, Leinsamen, Gemüse wie z.B. Petersilienwurzeln und Süsskartoffen oder Früchten wie z.B. Beeren, Bananen oder Avocados.
Welche sekundären Pflanzenstoffe sind in Keimsprossen und Microgreens enthalten und welchen Nutzen haben sie?
Keimsprossen enthalten besonders hohe Mengen an Senfölglycosiden (Glucosinolaten), Indolen und Polyphenolen. Aus Senfölglycosiden entstehen beim Kauen oder Schneiden biologisch aktive Abbauprodukte wie Sulforaphan (z. B. in Brokkolisprossen) und Sulforaphen (z. B. in Radieschen- und Rettichsprossen). Diese Verbindungen aktivieren körpereigene Entgiftungsenzyme, modulieren Entzündungsprozesse und schützen Zellen vor oxidativem Stress.
Indole, etwa Indol-3-Carbinol, beeinflussen den Hormonstoffwechsel und unterstützen ebenfalls Entgiftungs- und Schutzmechanismen. Die in Keimsprossen vorkommenden Polyphenole wirken antioxidativ, entzündungshemmend und tragen zur Stabilisierung von Gefäßen, Stoffwechsel und Darmflora bei. Insgesamt unterstützen diese Pflanzenstoffe Prozesse, die für Prävention, Zellschutz und gesundes Altern besonders relevant sind.
Warum enthalten Keimsprossen und Microgreens oft mehr aktive Pflanzenstoffe als gegartes Gemüse?
Ein wichtiger Vorteil von Keimsprossen ist, dass sie meist roh verzehrt werden. Hitze kann empfindliche sekundäre Pflanzenstoffe abbauen oder ihre Umwandlung in aktive Formen verhindern. Besonders betroffen sind Enzyme wie Myrosinase sowie hitzelabile Abbauprodukte von Senfölglycosiden, etwa Sulforaphan.
Gleichzeitig liegt der hohe Gehalt vieler Pflanzenstoffe auch am frühen Entwicklungs-stadium der Pflanze. Während der Keimung bildet die Pflanze große Mengen an Schutzstoffen wie Senfölglycoside, Indole und bestimmte Polyphenole. Mit zunehmendem Wachstum werden diese Stoffe verdünnt, umgebaut oder teilweise abgebaut. Lange Wachstumszeiten, Lagerung und Transport führen zusätzlich zu weiteren Verlusten.
Sind Keimsprossen und Microgreens gut für die Darmgesundheit?
Keimsprossen können die Darmgesundheit indirekt unterstützen, vor allem weil sie pflanzliche Vielfalt, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe in den Alltag bringen.
Ballaststoffe dienen den guten Darmbakterien als „Futter“. Durch ihre Fermentation entstehen kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die die Darmschleimhaut versorgen, die Schleimschicht stabilisieren und zur Stärkung der Darmbarriere beitragen. Eine abwechslungsreiche Pflanzenkost wird oft mit einem stabileren Darmmilieu in Verbindung gebracht. Entscheidend ist aber die Gesamternährung: Keimsprossen wirken am besten als Teil einer ballaststoffreichen Basis (Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse/Samen), nicht als Einzelmaßnahme.
Sind Keimsprossen und Microgreens gut fürs Immunsystem?
„Immunsystem stärken“ ist ein großes Thema, und Keimsprossen sind hier einfach ein Baustein: Sie tragen zur pflanzlichen Vielfalt bei und liefern sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper in seinen Schutz- und Anpassungsmechanismen unterstützen können. Besonders interessant sind Kreuzblütler-Sprossen (z. B. Brokkoli, Radieschen, Senf, Rucola), weil sie bestimmte Stoffgruppen enthalten, die in der Forschung oft im Zusammenhang mit körpereigenen Schutzsystemen diskutiert werden. Gleichzeitig gilt: Das Immunsystem profitiert am stärksten von Schlaf, Stressreduktion, ausreichend Protein, Mikronährstoffen insgesamt, Bewegung und einer insgesamt nährstoffdichten Ernährung.
Können Keimsprossen und Microgreens beim Abnehmen helfen?
Keimsprossen und Microgreens können beim Abnehmen unterstützen, aber nicht als „Trick“ und nicht unabhängig vom Gesamtkontext und der Energiebalance. Keimsaaten unterstützen, indem sie Mahlzeiten voluminöser, frischer und strukturreicher machen, ohne viele Kalorien zu liefern. In Kombination mit Protein – etwa aus Joghurt oder Skyr, Eiern, Tofu, Hülsenfrüchten oder Fisch – fördern sie die Sättigung und helfen, Mahlzeiten ausgewogener und abwechslungsreicher zu gestalten. Praktisch lassen sie sich als einfaches „Upgrade“ in Bowls, Salate, Sandwiches, Suppen, Wraps oder Eiergerichte integrieren.
Gleichzeitig ist eine Gewichtsreduktion für den Körper immer eine Stresssituation. Das
Energiedefizit und der verstärkte Fettabbau gehen mit erhöhten Entzündungsreizen und oxidativen Belastungen einher. Keimsprossen und Microgreens liefern eine hohe Dichte an sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen und antioxidativ wirksamen Verbindungen, die den Organismus in dieser Phase unterstützen können. Sie fördern nicht direkt den Fettabbau, können aber dazu beitragen, Abnehmen für den Körper verträglicher zu machen und trotz reduzierter Kalorienzufuhr eine gute Versorgung mit pflanzlichen Schutzstoffen aufrechtzuerhalten.
Können Keimsprossen und Microgreens in den Wechseljahren helfen?
In den Wechseljahren verändert sich häufig Körperzusammensetzung, Schlaf, Blutzuckerreaktionen und die Neigung zu Entzündungen. Keimsprossen und Microgreens können in dieser Phase eine sinnvolle Ergänzung sein, weil sie eine einfache Möglichkeit bieten, die Zufuhr pflanzlicher Schutzstoffe, Ballaststoffe und sekundärer Pflanzenstoffe zu erhöhen. Diese können den Stoffwechsel entlasten, Entzündungsprozesse dämpfen und dazu beitragen, dass der Körper trotz hormoneller Umstellungen stabil und belastbar bleibt.
Kreuzblütler-Sprossen liefern zudem Stoffe wie Indol-3-Carbinol, die nicht den Hormonspiegel selbst verändern, sondern den Östrogenabbau in besser verträgliche Stoffwechselwege lenken können. Gerade in den Wechseljahren, wenn sich das hormonelle Gleichgewicht verändert, kann die regelmäßige Zufuhr solcher pflanzlichen Schutzstoffe dazu beitragen, hormonabhängige Belastungen abzufedern, ohne hormonell einzugreifen. Traditionell werden in diesem Zusammenhang auch bestimmte Keimsaaten genutzt. Klee wird aufgrund seiner phytoöstrogenen Inhaltsstoffe eingesetzt, Bockshornklee eher im Zusammenhang mit progesteron- ähnlichen Wirkungen. Solche Anwendungen haben eine lange Tradition, und können mild unterstützen, ersetzen jedoch keinesfalls eine medizinische oder hormonelle Therapie.
FAQ zu Anbau und Verzehr
Was ist der Unterschied zwischen Keimsprossen, Grünsprossen und Microgreens?
Keimsprossen und Grünsprossen werden meist im Glas gezogen und als Ganzes gegessen (Keimling samt Samenschale). Grünsprossen sind ältere und damit weiter entwickelte Keimsprossen mit mehr grünen Blatt-Anteilen. Microgreens wachsen auf einem Keimsieb in einer Schale auf Wasser oder einem feuchten Substrat oder in Erde und werden oberhalb der Wurzel abgeschnitten; gegessen werden Stängel und Keimblätter, nicht die Wurzel.
Wieviele Keimsprossen oder Microgreens sollte ich pro Tag essen?
Eine praxisnahe Menge liegt für viele bei etwa 1 bis 2 Handvoll pro Tag, also grob 25 bis 75g. Wenn du Keimsprossen neu integrierst, starte lieber kleiner und steigere dich über ein paar Tage. Keimsprossen sind eine Ergänzung, keine „Pflichtportion“. Wichtiger als eine fixe Grammzahl ist die Regelmäßigkeit und die Vielfalt: lieber häufiger kleine Mengen als selten riesige Portionen. Manche Menschen reagieren bei sehr großen Mengen ballaststoffreicher Sorten mit Blähungen oder einem empfindlichen Bauch, vor allem wenn ihre Ballaststoffzufuhr bisher niedrig war.
Warum weichen die Angaben auf der Packung manchmal von denen im Webshop ab?
Das ist ganz normal. Hersteller beziehen ihre Anwendungshinweise meist auf die eigenen Keimgeräte. Unterschiedliche Keimsysteme – Keimglas, Etagenkeimer oder Keimschale – benötigen jedoch unterschiedliche Mengen an Saatgut und teilweise auch ein
anderes Handling. Daher kann es zu leichten Abweichungen zwischen Packungsangaben und unseren Empfehlungen im Webshop kommen. Für Kundinnen und Kunden ist am wichtigsten, die Anleitung zu wählen, die zum eigenen Keimsystem passt, und die Keimsprossen während des Wachstums zu beobachten.
In Keimschalen und Keimgeräten sollten die Samen dicht nebeneinander, aber
keinesfalls übereinander liegen, damit sie ausreichend Luft bekommen.
In unserem 750-ml-Keimglas darf zu Beginn etwa 2 cm des Glasbodens mit Keimsaat bedeckt sein. Das entspricht je nach Sorte ungefähr 2–3 Esslöffeln Keimsaat. Wer unsicher ist, startet am besten mit etwas weniger Saatgut. Wenn das Glas vor lauter Keimsprossen zu besten droht, war es offensichtlich etwas zu viel. Keimen ist ein lebendiger Prozess – mit etwas Erfahrung entwickelt sich schnell ein gutes Gefühl dafür, welche Menge für das eigene Keimsystem optimal ist.
Isst man die Schalen der Keimlinge mit?
Bei vielen Keimsprossen isst man die Samenschale tatsächlich mit, weil die Sprossen als Ganzes verzehrt werden. Manche Schalen lösen sich beim Spülen und sammeln sich oben – das ist normal. Wenn dich die Schalen stören, kannst du sie meist teilweise entfernen (siehe nächste Frage). Bei Microgreens werden Schalen je nach Sorte oft ohnehin weniger mitgegessen, weil du sie schneidest und viele Schalen bereits abgefallen sind oder im Substrat bleiben.
Wie kann ich Samenschalen am besten entfernen?
Ein praktischer Trick ist das „Wasserbad mit Abheben“: Die fertigen Sprossen in eine große Schüssel mit Wasser geben, vorsichtig bewegen, dann ein paar Sekunden warten. Viele Schalen steigen auf und lassen sich oben abschöpfen oder abgießen. Danach die Sprossen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Nicht alle Schalen verschwinden komplett – das ist auch nicht nötig. Wenn du sehr empfindlich bist, sind Microgreens für dich eventuell besser geeignet (weil du dort schneidest).
Muss man Keimsprossen und Microgreens waschen?
Viele spülen Keimsprossen und Micgrogreens vor dem Verzehr kurz ab – vor allem wenn Schalen entfernt werden sollen oder wenn sie aus dem Kühlschrank kommen. Wichtig ist: Nicht „ewig wässern“, sondern kurz, sauber und danach gut abtropfen lassen. Beim Anziehen von Keimsprossen ist regelmäßiges Spülen sowieso Teil des Prozesses.
Dein Microgreens-Anzuchtset ist noch nicht erhältlich. Was mache ich jetzt mit Kresse, Rucola und Senf?
Mein Microgreens-Anzuchtset Vitrea Verde aus Glas und Edelstahl wird voraussichtlich ab Februar oder März hier im Shop erhältlich sein.
Solltest du kein Kressesieb, Kresseigel oder ein Sprossenturm haben kannst du auch etwas Haushaltspapier in einen flachen Behälter geben und darauf die Keimsaat dünn ausstreuen. Danach das Ganze durch mehrere Sprühstösse pro Tag feucht halten. Achte dabei darauf, dass die Keimlinge nicht im Wasser liegen. Diese Methode ist zwar etwas aufwändiger, da die Pflanzen kein Wasserreservoir haben und daher schnell austrocknen können, tut es notfalls aber auch. Alternativ kannst du die Keimsaat auch immer in Erde ziehen. Dies gelingt auch indoor.
Wie kann ich Keimsprossen im Alltag am einfachsten verwenden?
Am unkompliziertesten sind Keimsprossen als Topping: auf Brot/Avocado, in Wraps, auf Bowls, in Salate, auf Suppen kurz vor dem Servieren, zu Rührei/Omelett oder in Sandwiches. Sie bringen Frische, Crunch und Farbe, ohne dass du ein neues Rezept lernen musst. Gerade wenn gesund essen nicht nach „Verzicht“ aussehen soll, sind Sprossen super: Sie machen bekannte Gerichte interessanter.
Kann man Keimsprossen auch warm essen?
Ja, das geht. Viele nutzen Keimsprossen roh, aber du kannst sie auch kurz erwärmen – zum Beispiel in einer Pfanne ganz am Ende, im Wok oder als Topping auf heißer Suppe. Bei Wärme verändern sich Textur und manche empfindlichen Vitamine, dafür kann es bekömmlicher sein. Wenn dir Lebensmittelsicherheit besonders wichtig ist, kann kurzes Erhitzen ebenfalls ein Vorteil sein.
Kann man Keimsprossen vorbereiten oder lagern?
Du kannst Keimsprossen nach dem Keimen im Kühlschrank kurz lagern (je nach Sorte meist einige Tage), am besten gut abgetropft und in einem sauberen Behälter. Wenn du sie in meinem Keimglas lässt kannst du sie zwischendurch immer noch spülen. Wichtig ist, dass sie nicht nass „stehen“ und dass du sie vor dem Essen nochmals kurz prüfst (Geruch, Optik). Mehr dazu findest du in unserem Wissensmagazin. Statt eine riesige Menge in einem grossen Keimglas zu ziehen empfehlen sich eher mehrere kleinere (750 ml) Gläser, um gestaffelt immer neue Keimlinge frisch anzusetzen. Bei Microgreens kann die Erntedauer einfacher auf mehrere Tage verlängert werden, und immer Teilbereiche geschnitten werden.
Wachsen Microgreens nach dem Schneiden nach?
In der Regel nein. Microgreens werden bei der Ernte oberhalb der Wurzel abgeschnitten, wodurch der zentrale Wachstumspunkt entfernt wird. Die meisten Sorten können danach keine neuen Keimblätter mehr bilden und wachsen daher nicht erneut nach. Deshalb werden Microgreens üblicherweise als Einmal-Ernte angebaut.
Es gibt jedoch Ausnahmen, bei denen nach dem Schneiden noch ein begrenzter Neuaustrieb möglich ist. Dazu zählen vor allem Erbsen-Microgreens und teilweise Sonnenblumen-Microgreens. Bei diesen Sorten kann es vorkommen, dass aus schlafenden Wachstumsknospen nochmals junge Triebe nachwachsen. Diese zweite Ernte fällt in der Regel deutlich kleiner, zarter und weniger aromatisch aus als die erste und ist nicht immer gleichmäßig. Für eine konstant gute Qualität empfiehlt es sich daher auch bei diesen Sorten, Microgreens nicht als echte Mehrfach-Ernte zu planen, sondern lieber gestaffelt neu auszusäen. So stehen regelmäßig frische, kräftige Microgreens zur Verfügung, ohne dass Geschmack oder Nährstoffqualität leiden.
FAQ zu Sicherheit und Qualität
Sind Keimsprossen roh sicher?
Keimsprossen sind ein Frischeprodukt und erfordern mehr Sorgfalt als z. B. trockene Körner. Mit sauberem Handling, regelmäßiger Spülroutine und guter Lagerung sind sie für die meisten Menschen roh gut bekömmlich. Trotzdem sind Keimsprossen generell ein Lebensmittel, bei dem Hygiene besonders wichtig ist. Wenn du sehr empfindlich bist, schwanger oder immungeschwächt ist es unter Umständen sinnvoll, Keimsprossen vor dem Verzehr kurz zu erhitzen.
Woran erkenne ich, ob Keimsprossen und Microgreens schlecht geworden sind?
Ein klares Warnsignal ist ein unangenehmer, fauliger oder „muffiger“ Geruch. Auch schleimige Konsistenz, stark matschige Sprossen oder sichtbarer Schimmel sind
Gründe, sie nicht zu essen. Denke aber daran, dass viele Keimsprossen-Wurzeln bei Durst einen feinen Babyflaum ausbilden, der Schimmel zum Verwechseln ähnlich sieht. Sieh dir dazu gerne meinen Artikel im Wissensmagazin an. Ein leichter „erdiger“ Geruch kann bei manchen Sorten normal sein – aber wenn du beim Öffnen sofort zurückzuckst, ist das ein ziemlich gutes Bauchsignal. Im Zweifel lieber entsorgen.
Können Keimsprossen verderben, auch wenn ich alles richtig mache?
Ja, das kann passieren – etwa, wenn Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit oder Saatcharge ungünstig sind oder wenn die Sprossen nicht gut abtropfen konnten. Keimen ist ein biologischer Prozess. Genau deshalb sind stabile Routinen wichtig: sauberes Gerät, saubere Hände, gutes Abtropfen, nicht zu dicht befüllen, und bei Problemen die Methode anpassen (z.B. Schale statt Glas).
Die hier erhältlichen Keimgläser sind absichtlich nicht allzu groß und haben keinen Flaschenhals, da so sichergestellt werden soll, dass alles gut durchgespült werden kann. Wer mehr Keimsprossen ernten möchte, sollte lieber auf mehrere Gläser setzen, die gestaffelt angesetzt werden, als auf ein riesiges Glas. Dies garantiert ständig frische Sprossen und verhindert, dass man bei Pflegefehlern große Mengen entsorgen muss.
Sind Keimsprossen und Microgreens für Kinder geeignet?
Grundsätzlich spricht nichts gegen Keimsprossen und Microgreens für Kinder. Man sollte aber immer auf die individuelle Verträglichkeit und eine hygienische Anzucht achten. Viele Kinder mögen milde Sorten eher als scharfe. Da in Schulen gerne mal Kresse-Igel getöpfert werden, kennen die viele auch die Kresse noch aus ihren Kindertagen. Entscheidend bleibt jedoch das sichere Handling: Sauberkeit, frische Ware und gute Lagerung sind wichtig. Bei sehr kleinen Kindern oder immungeschwächten Personen ist Rohkost generell ein sensibles Thema – hier kann ein kurzes Erhitzen sinnvoll sein oder eine individuelle Einschätzung erfolgen.
Keimsprossen und Microgreens haben einen besonderen pädagogischen Wert: Kinder können anschaulich mitverfolgen, wie aus einem kleinen Saatkorn Schritt für Schritt eine neue Pflanze entsteht – wie sich Wurzeln bilden, sich die Saathülle öffnet. erste Blättchen erscheinen und die Hülle abgestreift wird. Dieser Prozess macht Wachstum greifbar und fördert Neugier, Verständnis für Lebensmittel und Wertschätzung für natürliche Zusammenhänge. Das tägliche Spülen oder Wässern bietet Kindern zudem die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und zu lernen, wie regelmäßige Pflege und Aufmerksamkeit zu sichtbaren Ergebnissen führen. Gerade Microgreens auf der Keimschale aus Glas sind für Kinder oft besonders gut geeignet, weil der Wachstumsprozess sowohl gegen oben als auch gegen unten (Wurzeln) offen sichtbar ist und das Ernten ein gemeinsames Erlebnis sein kann.
Sind Bio-Keimsprossen wichtig?
Bio ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, vor allem wenn man Saatgut regelmäßig konsumiert und möglichst geringe Rückstände möchte. Für viele ist Bio zudem eine Frage der Umweltwirkung. Bio allein ist aber nicht die ganze Geschichte: Für Keimsaat zählt ebenso die saubere Produktions- und Lagerkette sowie die mikrobiologische Qualität. Unsere Keimsaat ist daher sowohl biologisch als auch mikrobiologisch geprüft.